Ausbildungsinhalte

Die Ausbildung vermittelt:

  • ein Verständnis für das Konzept des Lebensatems, seiner Funktion als Matrix der innewohnenden Gesundheit des Körpers und seiner Manifestation als ”biodynamische” heilende Kraft in den Flüssigkeiten.
     
  • Schulung der phänomenologisch orientier- ten Wahrnehmung und der damit verbun- denen Fähigkeit mit der innewohnenden Gesundheit und ihrer Störung in Dialog zu treten.
     
  • Die Fähigkeit, den Lebensatem und seine Wirkungsweise als subtile, rhythmische Pulsationen und Bewegungen in den Flüssigkeiten und den Geweben wahrzu- nehmen.
     
  • Erlernen verschiedener spezieller Berüh- rungsarten und ihre klinische und thera- peutische Bedeutung in Bezug auf energe- tische Ungleichgewichte und Störungen.
     
  • Grundlagen osteopathischer Behandlungs- methoden wie die Arbeit mit Fulcren (Drehpunkte) und die Arbeit mit dem Prinzip des Spannungsgleichgewichts.
     
  • Fundiertes fachspezifisches Wissen in Anatomie, Physiologie, Neurologie und Embryologie
     
  • Erkenntnisse aus Bereichen wie Trauma- und Stressforschung und ihre Anwendung im therapeutischen Prozess
     
  • Verständnis der pränatalen Entwicklung, der Geburtsdynamiken und -muster und ihren physiologischen und psychologischen Auswirkungen
     
  • Grundlagen der Prozessarbeit und Gesprächsführung sowie Sicherheit im Umgang mit emotionalen Prozessen
     
  • Fähigkeit, differenziert therapeutische Ansätze bei komplexen Phänomenen anzuwenden und den therapeutischen Prozess auf verschiedenen Ebenen interaktiv und ressourcenorientiert zu begleiten
     
  • Persönlicher Wachstumsprozess und Lernen durch Selbsterfahrung
     
  • Praxismanagement und Ethik

Seminar 1-11

1. Woche

2. Woche

3. Woche

4. Woche

5. Woche

6. Woche

7. Woche

8. Woche

9. Woche

10. Woche

11. Woche

1.  Woche

Primäratmung und Präsenz
Einführung in das Biodynamische Paradigma. Geschichtliche Zusammenhänge und Sutherlands Inspiration bezüglich der Primäratmung. Grundlagen wie das Orien- tieren zu Ressourcen, das Schaffen von Sicherheit, das Erweitern unserer Wahr- nehmungsfähigkeit und das Lernen präsent zu sein.Betrachtung der Verkörperung und das Erspüren subtiler gezeitenartiger Rhythmen (Tides). Die Kraft der Berüh- rung und die Art in Kontakt zu treten.

 

2.  Woche

Der Flüssigkeitskörper
Weiterentwicklung der Schlüsselkonzepte und –Fertigkeiten in der biodynamischen Arbeit. Die Wichtigkeit der Embryologie für das Biodynamische Modell. Das grund- legende Prinzip der Mittellinienfunktion und ihre verschiedenen Ausdrucksformen. Der Körper als Flüssigkeitsraum, insbesondere der Kern der cerebrospinalen Flüssigkeit im und um das Zentralnervensystem herum. Die reziproke Spannungs- bewegung der duralen Membranen. Übersicht über Trauma und die verschiedenen Reaktionen, die Menschen auf überwältigenden Stress zeigen können. Einen therapeutischen Prozess beginnen.
  

                                                                                                                                       

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3.  Woche

Motilität des Schädels
Die Entwicklung der Fertigkeit Gewebe zu erspüren. Kontinuität der Schädelmem- branen und Schädelknochen und ihr embryologischer Ursprung. Das flüssige Gehirn und das Konzept der Biotensegrität. Strukturen und Funktionen des Schädels im Detail mit Fokus auf die Motilität oder die innere Atmung der Strukturen. Dynamik der Schädelbasis und des Schädelgewölbes, ähnlich dem Öffnen von Blüten- blättern. Vertiefung der Arbeit mit Trauma. Einführung in die verbale Prozessbe- gleitung mit Focusing.

 

4.  Woche

Inertia und inerte Fulcra
Wie wir geformt werden durch Lebenserfahrungen. Ereignisse hinterlassen Spuren von Prägungen im Körper. Wie konditionierte Kräfte die Primäre Atembewegung beeinträchtigen. Das Konzept der Inertia und Erspüren von inerten Fulcra im Körper. Erlernen von Traumafertigkeiten zur Arbeit mit Erstarrung und Dissoziation.

    
                                                                                                                                   
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5.  Woche

Geburt und Sphenobasilargelenk
Die Wichtigkeit der Geburt als frühe und prägende Lebenser- fahrung und als zentraler Be- standteil des Biodynamischen Zugangs. Geburt aus Sicht des Babys und seine Reise durch das Becken. Wie Geburtsdynamiken die ganze Person und den gan- zen Körper beeinflussen können sowie ihre Auswirkungen auf den Schädel. Detailliertes Betrachten der Distorsionsmuster der Schädelbasis rund um das Sphenobasilargelenk. Arbeit mit Trauma über den Umgang mit Aktivierungszuständen.

 

 

 

6.  Woche

Die Mittelliniendynamiken
Die Dynamiken der Mittellinie. Erkunden der Wirbelsäule als klare Ausdrucksform der Mittellinie. Arbeit mit Wirbeldynamiken im Hals, Brustkorb und unterem Rücken. Be- ziehungen zwischen Wirbelsäule und Rückenmark anhand des Modells der Fazilitie- rung. Faszien als lebendige Matrix verbinden und umhüllen alle Strukturen und Zellen des Körpers. Vertiefung in die Arbeit mit dem Bindegewebe und Übersicht über die Arbeit mit den Extremitäten und Gelenken.Behandlungsplan, Anamnese und Befunderhebung und Prozessbegleitung in den 4 Prozessphasen.

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7.  Woche

Oben und unten
Vertiefung der Arbeit mit dem Achsenskelett. Detailliertes Betrachten der Verbindungen zwischen dem Schädel und der Wirbelsäule sowie dem Becken und der Wirbelsäule. Ähnlichkeiten und Resonanzen zwischen Kopf, Kiefergelenk und Becken. Die Dynamiken des Kiefergelenkes. Die Aus- drucksformen von Gesundheit im Beckenraum.

 8.  Woche

Die hintere Körperhöhle
Die Strukturen der hinteren Körperhöhle, die durch die Duralmembran begrenzt ist: Zentrales Nervensystem, Hirnventrikel und das Venensinussystem. Embryologische Ursprünge dieser Strukturen als Basis für die praktischen Behandlungen. Die Wechselbeziehungen zwischen cerebrospinaler Flüssigkeit, Potency und Flüssigkeitsstase.

                                                              9.  Woche

Die vordere Körperhöhle
Die Beziehungsmittellinie, Emotionen und Kommunikation. Das Gesicht als Träger unseres emotionalen Ausdrucks und der Bauch als Sitz unserer instinktiven „Bauchgefühle“.  Arbeit mit den knöchernen Strukturen und der Neurologie des Gesichts sowie den inneren Organen unterhalb des Zwerchfells.

10. Woche

Herz und Bindung
Die Organe der Brusthöhle. Embryologische Entwicklung von Lunge und Herz. Wie Herz und Gehirn miteinander kmmunizieren, die Rolle des Sozialen Nervensystems. Grundprinzipien der Arbeit mit Babys. Das weite Wahrnehmungsfeld, Bindungs- dynamik und Ressourcen, das Familienfeld, prä- und perinatale frühe Prägung und Traumata, Unterscheiden von existentiellenund überlebensorientierten Kräften im System, Geburtsinverventionen.Die Wichtigkeit von Vernetzung und der Bildung eines fachlichen Netzwerkes. Vertiefung der Prozessbegleitung in den 4 Prozessphasen: Begegnen-bearbeiten-integrieren-transferieren.

11. Woche

Zündungsprozesse
Schliessen des Kreises und Rückkehr zum Anfang. Rückblick auf die Kernkompeten- zen der Biodynamischen Craniosacral-Therapie und Rückverbindung mit dem inne- ren Embryo. Die Schöpfungskräfte während der Embryonalphase und der Geburt als palpable Erfahrung während des ganzen Lebens. Zündung ist fortwährender Aus- druck dieser Kräfte, die den Körper mit Leben erfüllen. Das Erforschen der Kon- zeptions-, der Herz- und der Geburtszündung. Praxismanagement und Übergang von der StudentInnenrolle zum Schritt in die Welt als Craniosacral-TherapeutIn oder KomplementärtherapeutInnen. Integration von Prozessen und Abschluss.

Kompetenztage
Nach 2 Seminaren der Grundausbildung findet jeweils ein für alle Studierenden obligatorischer klinischer Kompetenztag statt. An jedem dieser Tage haben die Studenten die Gelegenheit, spezifische Fertigkeiten, welche sie sich in den vorhergehenden Seminaren angeeignet haben, zu vertiefen und zu üben.
Zum Inhalt der
Kompetenztage .


Veränderungen der Reihenfolge der Seminare oder Inhaltsanpassungen bleiben vorbehalten.

Ausbildung T ab März 2015 und U ab März 2016 werden bilingual englisch/deutsch mit Übersetzung unterrichtet. Lehrgang V ab Mai 2017 wird nur Deutsch unterrichtet.

Broschüre zur Craniosausbildung W vom April 2018 bis Februar 2021 als PDF-Datei.

Broschüre zur Cranioausbildung U von März 2016 bis Feb 2019 als PDF-Datei.

Broschüre zur Cranioausbildung V ab Mai 2017 bis Januar 2020 als PDF-Datei.

Fragebogen zur Bewerbung für die Cranio-Ausbildung als pdf-Datei.

English Application Form

LehrerInnen

Assistentinnen

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