Traumaspezifische verbale Begleitung in der
 Craniosacral-Therapie

mit Dominique Dégranges, Lehrer für SE, Pränatal- und Geburtstherapie und Craniosacral-Therapie

In der therapeutischen Körperarbeit werden wir unweigerlich mit Trauma und seinen Folgen konfrontiert. Ein Trauma ist eine physiologisch unvollständige Antwort des Körpers auf eine als lebensbedrohlich empfundene Situation. Die Lebensenergie bleibt durch die Immobilitätsreaktion im Organismus gebunden.

Während einer Behandlung können Reaktionen in Form von Unruhe, Anspannung, Bewegungsdrang, Widerstand, Zittern und Zucken, emotionalen Ausbrüche, Erstarrung, Dissoziation, etc. auftauchen. In der traumaspezifischen verbalen Begleitung lernen wir, diese Reaktionen zu lesen, einzuordnen und die physio- logische Bedeutung zu verstehen. Mit den vermittelten verbalen Fertigkeiten können auftauchende Reak- tionen und Phänomene adäquat prozessiert und die physiologischen Reaktionen des Nervensystems begleitet und abgeschlossen werden.

Die Fähigkeit zur Selbstregulation des Organismus wird wieder hergestellt und die durch das Trauma gebundene Lebensenergie steht dem System wieder zur Verfügung. Die traumaspezifische verbale Begleitung ist eine wertvolle, ressourcenorientierte Arbeit. Sie kann den Heilungsprozess tiefgreifend unterstützen.

Neben der Vermittlung von fundiertem Fachwissen werden Demonstrationen und Übungen in Kleingruppen die Kursstruktur bestimmen. Um den vollen Nutzen aus diesem Lehrgang zu ziehen, ist es notwendig, die Bereitschaft mitzubrin- gen, sich persönlich einzulassen.

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